Wissenswertes über die ARTIFICIALIRIS
1. Aus welchem Material ist die ARTIFICIALIRIS gefertigt?
Die ARTIFICIALIRIS besteht aus faltbarem, hoch biokompatiblem, hydrophobem Silikonelastomer, das sich seit zwei Jahrzehnten im klinischen Einsatz bewährt. Zusätzlich sind Farbpigmente und optional ein Polymergewebe im Silikonmaterial eingebettet.
2. Ist die ARTIFICIALIRIS eine Irislinse?
Nein, die ARTIFICIALIRIS ist ausschließlich ein Irisimplantat und daher unabhängig von Intraokularlinsen. Daher kann es je nach klinischem Bedarf flexibel mit verschiedenen Arten von Intraokularlinsen kombiniert und implantiert werden.
3. Wie groß ist die ARTIFICIALIRIS?
Die ARTIFICIALIRIS wird mit einem Gesamtdurchmesser von 12,8 mm geliefert und kann mit Hilfe von Trepanen auf das benötigte Maß zugeschnitten werden. Die zentrale, fixe Pupillenöffnung ist 3,35 mm groß. Die zentrale Dicke beträgt 0,4 mm; in der Peripherie ist das Implantat 0,25 mm dick.
4. Kann die Größe der ARTIFICIALIRIS modifiziert werden?
Ja, sie kann mit Hilfe von Trepanen auf das benötigte Maß zugeschnitten werden.
5. Was ist der Unterschied zwischen den beiden Modellvarianten?
Die ARTIFICIALIRIS ist in zwei Ausführungen erhältlich: ARTIFICIALIRIS Fiber Free und ARTIFICIALIRIS mit Fiber.
Die ARTIFICIALIRIS Fiber Free ist flexibel und kann mit einem Injektor durch Schnitte von bis zu 2,5 mm implantiert werden. Dieses Modell eignet sich besonders gut für die Behandlung von Aniridie in Fällen, in denen keine Nahtfixierung angezeigt ist.
Das Modell ARTIFICIALIRIS mit Fiber verfügt über ein eingebettetes Polymernetz, um die mechanische Stabilität (Zugfestigkeit) zu erhöhen. Dieses Implantat eignet sich besonders gut für Fälle mit indizierter Nahtfixierung und kann durch Schnitte von ca. 3,2 mm implantiert werden.
6. Wann und wo wurde die ARTIFICIALIRIS zum ersten Mal in ein menschliches Auge implantiert?
Die erste Implantation einer ARTIFICIALIRIS wurde im November 2002 von Professor Dr. med. Hans-Reinhard Koch in Bonn erfolgreich durchgeführt.
7. Wie wird die ARTIFICIALIRIS sterilisiert und geliefert?
Die ARTIFICIALIRIS ist dampfsterilisiert und wird in einem mit steriler Kochsalzlösung gefüllten und versiegelten Primärbehälter geliefert. Die Verpackung ist neben dem Standardlabeling zusätzlich mit einem Bild der enthaltenen ARTIFICIALIRIS versehen.
8. Wie ist die durchschnittliche Lieferzeit?
Da es sich bei der ARTIFICIALIRIS CUSTOMFLEX® um ein individuell handangefertigtes Produkt handelt, liegt die Lieferzeit bei ca. vier bis acht Wochen nach Erhalt der vollständigen Bestellung inklusive der evaluierten Fotoausdrucke.
9. Kann die ARTIFICIALIRIS für kosmetische Farbveränderungen am Auge verwendet werden?
Nein, die ARTIFICIALIRIS ist nicht für diesen Zweck und nicht für die Implantation in die Vorderkammer im Allgemeinen bestimmt.
10. Ist die standardisierte Pupillengröße der ARTIFICIALIRIS von 3,35 mm für vitreoretinale Eingriffe geeignet?
Prinzipiell ja. Weitere Informationen finden Sie hier.
11 . Welche Farboptionen sind für ARTIFICIALIRIS verfügbar?
Die ARTIFICIALIRIS ist in zwei Hauptfarben erhältlich. Die ARTIFICIALIRIS SELECT bietet vordefinierte Farbkombinationen in Braun, Blau und Grün, die jeweils in hellen, mittleren und dunklen Farbtönen erhältlich sind und eine schnelle und einfache Auswahl ermöglichen.
Wenn keine passende vordefinierte Farbe gefunden wird, ermöglicht die ARTIFICIALIRIS CUSTOMFLEX® eine vollständig individuelle Lösung, die auf der natürlichen Irisfarbe und -struktur des Patienten basiert und äußerst realistische Ergebnisse liefert.
12. Gibt es besondere Überlegungen zur Berechnung der IOL-Stärke, wenn die Implantation einer IOL und einer ARTIFICIALIRIS gemeinsam geplant wird?
Wenn die IOL ursprünglich für die Platzierung im Kapselsack berechnet wurde, aber aufgrund der ARTIFICIALIRIS stattdessen im Sulkus implantiert wird, kann eine Anpassung der IOL-Stärke erforderlich sein. Der Grad der Anpassung hängt von der erforderlichen IOL-Stärke ab. Für weitere Hinweise wird empfohlen, bei der Entscheidung zwischen einer Berechnung der IOL-Stärke für den Kapselsack oder den Sulkus das klinische Team zu konsultieren.
Wenn die IOL wie ursprünglich geplant in den Kapselsack implantiert wird, kann der Einfluss der ARTIFICIALIRIS auf die Positionierung der IOL in der Regel durch die Wahl einer leicht myopischen Zielrefraktion ausgeglichen werden.
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